Großes Dankeschön an Alltagshelden
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Ob bei Tag oder Nacht, an Wochenenden oder Feiertagen, viele Dienstleister sind permanent im Einsatz: pflichtbewusst, hilfsbereit und freundlich erledigen Polizisten, Pflegedienstleistende, Bäcker und viele andere mehr ihre Aufgaben, wenn die meisten Freizeit genießen. Landtagsabgeordneter und Stadtratsmitglied Raymond Walk nutzte kurz vor Weihnachten die Gelegenheit, um sich dafür zu bedanken und besuchte Pflegepersonal im DRK-Seniorenheim Justusstift, die Polizeiinspektion Eisenach, die Koczielsky-Bäckerei im PEP und Pfarrer André Krauß in Berka/Werra.

Freudig überrascht empfingen sie den Landtagsabgeordneten, der die Arbeitenden in ihrem gewöhnlichen Umfeld besuchte. Selbstverständlich sei dieser Dienst nicht, betonte Walk. Jedes Jahr erachtet er diese Tour für wichtig, den persönlichen Dank für mehr als angemessen und freut sich auf den Dialog mit den Alltagshelden.
In der Küche des DRK- Seniorenheim Justus-Stift kocht das Team täglich 470 Essen, die verteilt oder ausgefahren werden. Für Smalltalk bleibt da wenig Zeit, doch für die kleine Aufmerksamkeit und den Austausch nimmt man sie sich gern.

„An den Schichtdienst habe ich habe mich gewöhnt“, bekundet die Küchenchefin und lächelt überzeugend. Zurecht stolz auf sein Personal ist Heimleiter Mathias Baumbach, schwer sei die Arbeit dennoch, weiß er. „Der Personalmangel ist spürbar. Wir kompensieren das bisher ganz gut, doch der Trend hin zu Leiharbeit und Honorarkraft ist beängstigend.“ Dabei ist gerade der Dienst am Menschen von unschätzbarem Wert, vor allem an Weihnachten.

Den leisten auch die Polizeibeamten, niemand anderes als Raymond Walk wisse das besser, hat er schließlich selbst über zehn Jahre Schichtdienst hinter sich und war auch Leiter der Polizeiinspektion Eisenach. Neuer Leiter Marcus Bürgel berichtete beim kurzen Austausch über die aktuelle Lage sowie die anstehenden Herausforderungen, derweil seine Beamten geschäftig das Telefon bedienen oder Streife fahren. „Neben Drogenmissbrauch und Beschaffungskriminalität gehören auch viele politisch motivierte Schmierereien zu den Problemen, die wir in Eisenach bekämpfen“, fasst Bürgel zusammen. Jedes einzelne Graffiti ärgert auch den Landtagsabgeordneten maßlos, der sich gern bereit erklärt beim Beseitigen eines „ACAB“-Schriftzugs zu helfen. Für Walk bezeichnet dies nicht nur eine Sachbeschädigung, sondern diffamiert Polizisten, lässt die Hemmschwelle sinken und provoziert weitere Schmierereien. Nicht ohne jeden Beamten im Haus die Hand gereicht zu haben, verließ Walk die Inspektion und steuerte die nächsten Stationen an.

Der stets freundlichen Verkäuferin beim Koczielsky-Bäcker im Einkaufszentrum PEP wünschte er dankend frohe Weihnachten, bevor ihn sein Weg zur letzten Station der Besuchstour nach Berka/Werra zu Pfarrer André Krauß führte. Im nächsten Jahr plant dieser ein besonderes Projekt zum Wohle der Gemeinschaft. „Alleinstehende und vereinsamte Menschen wollen wir in den kirchlichen Alltag integrieren. Wir planen Interessierte zu den regelmäßigen Treffen abzuholen und auch wieder nach Hause zu bringen“, schildert Pfarrer Krauß knapp. Bei diesem Vorhaben sei ihm die Unterstützung des Politikers sicher.