Illegale Müllentsorgung in Naturschutzgebieten hat zugenommen
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Walk: „Unser einzigartiges Naturdenkmal muss geschützt werden“

Seit dem Frühjahr 2020 hat die illegale Müllentsorgung in Thüringer Naturschutzgebieten zugenommen. Begründet wird dies seitens der Landesregierung mit einem vermutlich erhöhten Freizeitdruck infolge der Coronapandemie. Raymond Walk hatte sich mittels einer Kleinen Anfrage erkundigt, welche Verstöße es gegen das Wegegebot in Naturschutzgebieten gab und wie sich die Müllentsorgung in den letzten Jahren entwickelte. Seit 2018 sind 66 Fälle illegaler Müllentsorgung und 145 Verstöße gegen das Wegegebot belegt. Bei diesen wurden 68 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, bei den Müllentsorgungen lediglich 4.

Anlass für die Fragen waren für Walk Hinweise aus der Bürgerschaft, wonach sich das Müllaufkommen in den Eisenacher Schluchten in den letzten Jahren deutlich verstärkt hatte. „Ich konnte mir während meiner Sommertour selbst ein Bild vom Ausmaß der Müllentsorgung in der Drachenschlucht machen. Ich begrüße ausdrücklich, dass die Bürgerinitiative Sauberes Mariental den Müll der Wanderer einsammelt. Zu hinterfragen ist dennoch, warum die durch die Stadt beauftragte Firma ihren Auftrag nicht erfüllt. Diese Aufgabe kann nicht dauerhaft durch Ehrenamtler ausgefüllt werden“, so Walk. In der Drachen- und Landgrafenschlucht handelte es sich vorwiegend um Müll von Wanderern. Der Müll fand sich vor allem in den Parkplatz- und Aufenthaltsbereichen. Dieser Müll wird von Forstbediensteten, von einer Firma aber auch von einer Bürgerinitiative beseitigt, so die Landesregierung. Leider liegen der Landesregierung keine Informationen über den Kontrolldruck der unteren Naturschutzbehörden vor.

„Ich appelliere an alle Besucher der Schluchten, ihren Müll wieder aus dem Naturschutzgebiet mitzunehmen. Dieses einzigartige Naturdenkmal muss geschützt werden“, so Walk abschließend.